Privatklinik Döbling: Schonende Chirurgie bei Brustkrebs – Entfernen und Rekonstruktion mit Eigengewebe in einer OP

OA Dr. Heike Klepetko, Fachärztin für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

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Wien, 01. April 2016: Mit einer schonenden Chirurgie-Methode kann bei Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, in einer Operation die Brust entfernt und sofort mit Eigengewebe wieder rekonstruiert werden. Diese sogenannte DIEP-Lappenmethode wird jetzt auch in der Privatklinik Döbling durchgeführt. Für Patientinnen bietet das medizinisch, ästhetisch und psychisch viele Vorteile. Jährlich erkranken rund 5.000 Frauen an Brustkrebs, bei 20 bis 30 Prozent der Patientinnen muss die Brust durch Mastektomie entfernt werden.

Die Amputation der Brust nach einer Krebserkrankung ist für die meisten Frauen eine schreckliche Vorstellung: Zum einen werden sie damit ein Leben lang an ihre Krebserkrankung erinnert, zum anderen beeinträchtigt meist das Fehlen der Brust das Selbstbild als Frau.

Eine Rekonstruktion der Brust kann helfen, Wunden sowohl körperlich als auch seelisch zu heilen. Oft lassen sich betroffene Frauen in späteren Operationen ein Implantat einsetzen. Sofern es die onkologische Grunderkrankung zulässt, ist es jedoch sowohl aus medizinischen als auch aus ästhetischen Gründen von großem Vorteil, wenn eine Brust sofort – also in einem Schritt mit der Entfernung – wiederhergestellt wird. Beide Operationen auf einmal sind in vielen Spitälern aufgrund der Logistik und der OP-Kapazität nur schwer umsetzbar. Die Fachärztin für Plastische Chirurgie, OA Dr. Heike Klepetko, hat sich auf diesen „All-in“-Eingriff spezialisiert und führt ihn in der Privatklinik Döbling durch.

Brustrekonstruktion: „Aus Bauch wird Brust“

Für die Brustrekonstruktion aus Eigengewebe bieten sich gestielte Lappenplastiken an. Dabei wird das Gewebe durch einen “Gefäßstiel“ versorgt, der sich in der Nähe der Brust befindet. So kann z.B. eine Muskellappenplastik aus dem Rücken Verwendung finden, bei dem die Blutversorgung des Gewebes über ein Gefäß in der Achselhöhle gewährleistet und der Lappen quasi nach vorne „geschwenkt“ wird. Diese Methode ist relativ sicher und einfach, sie hat allerdings zwei Nachteile: Erstens hinterlässt sie eine relativ große Narbe am Rücken, und zweitens ist das zu erreichende Volumen begrenzt.

Eine weitere Option sind Lappenplastiken, bei denen ein Gefäß von der Spende-Stelle an ein Gefäß am Brustkorb unter dem Mikroskop angenäht wird, um die Blutversorgung sicherzustellen. Dafür eignet sich Gewebe von Bauch, Gesäß oder Oberschenkelinnenseiten. Die fortschrittlichste Methode für die Brustrekonstruktion aus Eigengewebe heißt DIEP-Lappenmethode und ist seit vielen Jahren erprobt. Die Abkürzung DIEP steht für „Deep inferior epigastric perforator“-Lappen. Sie bezeichnet ein Gefäß am Bauch, das Haut und Fettgewebe am Bauch mit Blut versorgt. Bei dieser Technik kann überschüssiges Gewebe vom Bauch verwendet werden um eine neue Brust zu modellieren. Im Gegensatz zu älteren Methoden, bei denen auch der Bauchmuskel mitgenommen wurde, kann heute der Bauchmuskel durch ein mikrochirurgisches Verfahren in seiner Funktion erhalten werden. Dabei unterscheiden sich die entstehenden Narben am Bauch nicht von Narben im Zuge einer ästhetischen Bauchstraffung.

Eine Operation mit vielen Vorteilen

OA Dr. Heike Klepetko, die seit kurzem als Belegärztin an der Privatklinik Döbling tätig ist, hat schon zuvor in einer renommierten Klinik in Rotterdam 50 bis 60 solcher Eingriffe jährlich durchgeführt und ist mit der Methode seit vielen Jahren vertraut. „Eigengewebe hat im Gegensatz zu Implantaten den deutlichen Vorteil, dass nach abgeschlossener Rekonstruktion eine neue Brust bleibt, die sich – abgesehen von altersentsprechenden Veränderungen – bis zum Lebensende nur mehr wenig verändert und keiner weiteren Operation bedarf. Darüber hinaus fühlt sie sich relativ natürlich an“, so Dr. Klepetko. „Ein Silikongel-Implantat hingegen ist spürbar künstlich, unterliegt einer gewissen Materialermüdung und muss über die Jahre bestimmt noch ein- oder mehrmals gewechselt werden.“

Ein angenehmer Nebeneffekt des Eingriffes kann sein, dass die sogenannten „Problemzonen“ von Frauen gleich mitkorrigiert werden können: Ein schlaffer Bauch wird wieder straff, füllige Oberschenkel werden schlank, und die Brust ist neu. Eine hängende Brust kann wieder gehoben werden. „Das Schönste ist es, wenn eine Patientin nach der Operation mit schöneren Brüsten die Klinik verlässt als vor der Krebserkrankung“, so Dr. Klepetko.

Von der Vorsorge bis zur Brustrekonstruktion

Jährlich erkranken in Österreich etwa 5.000 Frauen an einem bösartigen Tumor in der Brust. Damit es erst gar nicht zur Operation kommen muss, setzen die Spezialisten im Brustzentrum der Privatklinik Döbling auf umfassende Vorsorge und individuelle Therapien. Ein interdisziplinäres Expertenteam sowie die modernste medizintechnische Infrastruktur bieten beste Rahmenbedingungen für die Betreuung.

Privatklinik Döbling: Für das Wertvollste im Leben

Die Privatklinik Döbling in Wien, ein Betrieb der PremiQaMed Group, bietet gemeinsam mit dem Ambulatorium und dem Ordinationszentrum eine leistungsstarke Infrastruktur für umfassende medizinische Behandlung auf höchstem Niveau. Sie ist zudem beliebte Geburtsklinik und Kompetenzzentrum für Frauenmedizin. Weitere medizinische Schwerpunkte sind Abdominalchirurgie, Unfall- und Orthopädische Chirurgie, Innere Medizin mit Onkologie und Gastroenterologie, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Vorsorgemedizin sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation. Die Patienten werden ambulant, tagesklinisch oder stationär behandelt. Die Privatklinik Döbling bietet ihren Patienten als Belegspital medizinische Spitzendienstleistung und erstklassiges Service in stilvollem Ambiente.

PremiQaMed Group

Die PremiQaMed Gruppe wurde 1991 gegründet und ist heute führender Betreiber privater, nicht gemeinnütziger Krankenanstalten in Österreich und eine 100-prozentige Tochter der UNIQA Insurance Group AG. Rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Unternehmensverbund tätig. Stabilität und Verlässlichkeit zeichnen das Unternehmen aus, das sich seit vielen Jahren auf Wachstumskurs befindet. PremiQaMed steht für nachhaltig erfolgreiche, innovative und verantwortungsvolle Führung von Gesundheitseinrichtungen mit Fokus auf Top-Qualität und Spitzendienstleistung.

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Bildunterschrift:
OA Dr. Heike Klepetko, Fachärztin für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie an der Privatklinik Döbling
Fotocredit: OA Dr. Heike Klepetko (Abdruck honorarfrei)

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